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Geförderter Wohnraum am Mondscheinweg in Drensteinfurt – Drensteinfurt.peus.info

Geförderter Wohnraum am Mondscheinweg in Drensteinfurt

29.07.2024
Drensteinfurt. In Drensteinfurt entsteht am Mondscheinweg ein neues Mehrfamilienhaus, das gezielt bezahlbaren Wohnraum schaffen soll. Die WMS Immobiliengesellschaft hat das Projekt „Haus Serena“ vorangetrieben und am Montag, dem 29. Juli 2024, Richtfest gefeiert. Das Gebäude umfasst 13 Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 53 und 115 Quadratmetern. Neun dieser Einheiten werden mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.



Die Kaltmiete für die geförderten Wohnungen beträgt 6,15 Euro pro Quadratmeter. Diese Einheiten sind für 35 Jahre an Mieter mit Wohnberechtigungsschein der Gruppe A gebunden. Die Einkommensgrenzen liegen bei maximal 33.100 Euro Jahresbrutto für Alleinstehende und bei 59.600 Euro für eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern. Zielgruppe sind vor allem Handwerker, Angestellte und Rentner, die zur Mitte der Gesellschaft zählen.



Das Grundstück erwarb die WMS Immobiliengesellschaft bereits 2020. Geschäftsführer Werner Schmidt berichtete beim Richtfest, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Folgejahren herausfordernd waren und er zeitweise über eine Rückgabe des Grundstücks nachdachte. Die Familie habe ihn jedoch ermutigt, das Vorhaben fortzusetzen. Inzwischen haben sich die Förderbedingungen verbessert, was den Bau ermöglichte. Schmidt appellierte an Bund und Land, weiterhin ausreichend Fördermittel bereitzustellen, um private Investoren stärker zu motivieren.



Bürgermeister Carsten Grawunder nahm ebenfalls am Richtfest teil und begrüßte die Initiative. Er verwies darauf, dass in Drensteinfurt der Anteil an Sozialwohnungen im Vergleich zum gesamten Kreis Warendorf am niedrigsten ist. Frühere Flächen für sozialen Wohnungsbau, etwa im Gebiet Berthas Halde, seien ungenutzt geblieben. Die aktuelle Entwicklung am Mondscheinweg sieht er als positiven Schritt.



Neben dem sozialen Aspekt berücksichtigt das Projekt ökologische Elemente. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach soll den Strombedarf der Wohneinheiten decken und zusätzlich Ladestrom für etwa 200.000 Kilometer Elektrofahrzeuge erzeugen. Eine Verdunstungsmulde auf dem Grundstück hält Regenwasser zurück, entlastet die Kanalisation und verbessert das lokale Kleinklima im Sommer. Obstbäume auf dem Gelände bieten Lebensraum für Vögel und Insekten. Die Fertigstellung des Hauses erfolgte Mitte 2025.



Zum Richtfest waren Vertreter der beteiligten Firmen, der Stadtverwaltung und der Politik anwesend. Das Projekt reiht sich ein in Bemühungen, in Drensteinfurt mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, und zeigt, wie private Initiative und Förderung zusammenwirken können.



www.wn.de öffnen (externer Link, Gültig am 16.02.2026)

 Eigenbericht

 Ausschusssitzung 09.09.2024: Hauptausschuss, Finanzen

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