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Informationspolitik der Stadt

02.07.2026
Drensteinfurt. Die Stadt Drensteinfurt nutzt verschiedene Kanäle, um Einwohnerinnen und Einwohner über aktuelle Themen, Veranstaltungen und Projekte zu informieren. Neben den klassischen Informationstafeln in den Ortsteilen – etwa am Rathaus in Drensteinfurt – werden Informationen auch über die städtische Internetseite veröffentlicht. Darüber hinaus betreibt die Stadt nach eigenen Angaben in ihrer Datenschutzerklärung Auftritte in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram sowie einen WhatsApp-Kanal.

Bei einem Vergleich der verschiedenen Informationswege fällt jedoch auf, dass nicht alle Mitteilungen zeitgleich oder auf allen Kanälen veröffentlicht werden. So war die Ankündigung einer Informationsveranstaltung zum Thema Batteriespeicher für Photovoltaikanlagen, die am 2. Juli 2026 in Rinkerode stattfinden soll, am 16. Juni 2026 noch nicht auf der städtischen Internetseite zu finden. Auch eine Veröffentlichung über die analogen Informationstafeln war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt.

Kritiker sehen darin eine Ungleichbehandlung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Während Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien oder des WhatsApp-Kanals frühzeitig informiert werden, könnten Bürgerinnen und Bürger, die bewusst auf solche Angebote verzichten oder diese nicht nutzen, allgemeine Informationen später oder gar nicht erhalten.

Kommentar

Öffentliche Informationen sollten grundsätzlich allen Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen zugänglich sein. Gerade in Zeiten eines wachsenden Bewusstseins für Datenschutz und Datensicherheit entscheiden sich viele Menschen bewusst gegen die Nutzung einzelner sozialer Netzwerke oder Messenger-Dienste, auch in jüngerer Generation. Andere verfügen aufgrund ihres Alters oder ihrer technischen Möglichkeiten nur eingeschränkt über digitale Zugänge.

Deshalb erscheint es sinnvoll, dass Informationen der Stadt zunächst oder zumindest gleichberechtigt über die eigenen, allgemein zugänglichen Kanäle veröffentlicht werden – insbesondere über die städtische Internetseite und die öffentlichen Informationstafeln. Dort besitzt die Kommune die volle Kontrolle über Inhalte und Verfügbarkeit der Informationen und die Verwendung der Nutzerdaten.

Soziale Netzwerke und Messenger-Dienste können eine sinnvolle Ergänzung sein, sollten jedoch nicht der einzige oder weit früheste Weg sein, auf dem Bürgerinnen und Bürger von relevanten Veranstaltungen und Entwicklungen erfahren. Eine möglichst gleichberechtigte, transparente und nachvollziehbare Informationspolitik stärkt letztlich das Vertrauen in die öffentliche Verwaltung und stellt sicher, dass niemand aufgrund seiner Mediennutzung von wichtigen Informationen ausgeschlossen wird.

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