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Der Jahresbericht des Kreises (Umweltbewusstsein und Wohnraumförderung) – Drensteinfurt.peus.info

Der Jahresbericht des Kreises (Umweltbewusstsein und Wohnraumförderung)

29.08.2025
Kreis Warendorf. Im Kreis Warendorf zeigt die Entwicklung der kommunalen Abfallmengen von 2021 bis 2023 interessante Trends, die sowohl ökologische als auch gesellschaftliche Aspekte widerspiegeln. Im Jahr 2021 fielen 166.056 Tonnen kommunale Abfälle an, was einem Pro-Kopf-Abfallaufkommen von 595,9 Kilogramm je Einwohnerin entsprach. Bis 2022 sank die Gesamtmenge deutlich auf 152.027 Tonnen, was einen Rückgang um etwa 8,5 % bedeutet, und das Pro-Kopf-Abfallaufkommen verringerte sich auf 540,9 Kilogramm. Dieser Rückgang könnte auf ein gesteigertes Bewusstsein für Abfallvermeidung, verbessertes Recycling oder wirtschaftliche Veränderungen hinweisen. 2023 stieg die Abfallmenge jedoch wieder leicht auf 157.511 Tonnen an, mit einem Pro-Kopf-Wert von 557,0 Kilogramm. Dies deutet darauf hin, dass der Abwärtstrend von 2022 nicht dauerhaft anhielt, aber die Abfallmenge pro Einwohnerin blieb unter dem Niveau von 2021. Insgesamt zeigt sich ein schwankendes, aber tendenziell rückläufiges Abfallaufkommen, was auf erfolgreiche Maßnahmen der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf (AWG) und ein zunehmendes Umweltbewusstsein der Bevölkerung hindeuten könnte.


Parallel dazu spielt die Wohnraumentwicklung im Kreis Warendorf eine zentrale Rolle für die Lebensqualität der rund 283.295 Einwohnerinnen (Stand 2023). Im Jahr 2023 gab es im Kreis 6.016 öffentlich geförderte Wohneinheiten, davon 4.761 Mietwohnungen und 1.255 Eigenheime. Besonders auffällig ist die Verteilung: Ahlen führt mit 2.542 geförderten Wohneinheiten (2.164 Mietwohnungen, 378 Eigenheime), gefolgt von Beckum mit 823 und Warendorf mit 733 Wohneinheiten. Kleinere Gemeinden wie Beelen (89 Einheiten) oder Everswinkel (82 Einheiten) haben deutlich geringere Zahlen, was die unterschiedlichen Bedarfe und Siedlungsstrukturen im Kreis widerspiegelt. Diese Förderung ist essenziell, um bezahlbaren Wohnraum in einer Region mit einer Bevölkerungsdichte von 214,7 Einwohnerinnen pro km² (2023) zu sichern.


Die finanzielle Unterstützung für den geförderten Wohnraum zeigt ebenfalls eine dynamische Entwicklung. Im Jahr 2022 wurden 9.399.392 Euro für 78 Mietwohnungen und 7.302.892 Euro für 67 Eigenheime bewilligt, was vergleichsweise niedrige Summen darstellt. 2023 stiegen die Förderhöhen deutlich an: 32.007.406 Euro für 162 Mietwohnungen und 28.472.907 Euro für 142 Eigenheime. Dieser Trend setzte sich 2024 fort, mit einer bewilligten Förderhöhe von 53.741.535 Euro für 313 Mietwohnungen und 47.150.346 Euro für 274 Eigenheime. Die Steigerung der Fördermittel und der Anzahl geförderter Wohneinheiten zeigt das wachsende Engagement des Kreises, den Wohnraumbedarf zu decken. Besonders die Verdreifachung der Fördersumme für Mietwohnungen von 2022 zu 2024 unterstreicht die Priorisierung von bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwächere Haushalte.


Zusammengefasst verdeutlicht die Entwicklung im Kreis Warendorf sowohl Fortschritte in der Abfallreduktion als auch ein starkes Engagement für den sozialen Wohnungsbau. Der Rückgang der Abfallmengen pro Einwohner*in, trotz eines leichten Anstiegs 2023, spricht für eine nachhaltige Abfallwirtschaft, während die steigenden Fördermittel für Wohnraum die Bemühungen um eine inklusive und lebenswerte Region untermauern. Der Kreis Warendorf bleibt damit ein attraktiver Lebensraum, der Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung miteinander verbindet.

 Eigenbericht

 Quelle 7

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